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Hospizarbeit

Das Hospiz – ein Haus zum Leben
(Elisabeth Hamburger)

Das Interesse kam von den Schülerinnen und Schülern der Klasse BF2GP, im Rahmen des Themas Tod und Sterben ein Hospiz näher kennenzulernen. Da wegen der Corona-Kontaktbeschränkungen ein Besuch im Eugenie Michels Hospiz in Bad Kreuznach nicht möglich war, kam Christina Gann, die Leiterin des Hospizes, in den Religionsunterricht.                                                                                           Im Hospiz werden Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt begleitet. Sie werden von den Mitarbeitern als Gäste betrachtet, die selbst entscheiden, wie sie diese Zeit dort erleben möchten. Neben der Schmerztherapie spielt die psychosoziale Arbeit eine wichtige Rolle. Außer dem Gespräch mit den Bewohnern und ihren Angehörigen werden vielfältige Therapien angeboten, wie Musiktherapie, Klangmassage, Aromatherapie und Tiertherapie. Wie eine Katze Menschen positiv verändern kann, hat die Schüler besonders berührt. Ihnen wurde deutlich: Das Hospiz ist ein Haus zum Leben, zum bewussten Leben im Augenblick.

Der Besuch von Frau Gann weckte Interesse, sich im Rahmen der beruflichen Ausbildung näher mit der Hospizarbeit zu beschäftigen.

Christina Gann wurde 1973 in Stuttgart geboren. Nach dem Abitur machte sie die Krankenschwestern-Ausbildung, doch bereits in den 90er-Jahren waren die Zustände in den Kliniken teilweise schon unerträglich, sodass sie sich für ein Pflegemanagement-Studium entschied, um Veränderungen herbeiführen zu können. Nach einer lebensbedrohlichen Erkrankung kurz nach der Geburt ihres 2. Sohnes landete sie in der Palliativversorgung, wo sie vielen Menschen am Lebensende eng zur Seite stand. 2018 führte ihr Weg sie in die Leitungsfunktion der Hospize Kreuznach und Simmern. Sie hat zwei Bücher geschrieben, mit denen sie zeigen will, dass das Leben im Bewusstsein der Endlichkeit schön ist und intensiv gelebt werden kann.

 

 

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